Kochtopf-Aktion #Marien41 #Wuppertal: Trommeln gegen Leerstand und G20

Wir rufen dazu auf am 05. Juli um 19:00 Uhr zum Otto-Böhne-Platz in Wuppertal zu kommen um gegen die Politik der G20 und den Leerstand auf dem Ölberg zu protestieren. Wir wollen mit Kochtöpfen laut und deutlich für die Realisierung eines sozialen Zentrums in die Marienstraße 41 protestieren. Kommt zahlreich und nehmt Kochtöpfe mit! Am Dienstag den 04. Juli (17:00 Uhr) gibt es eine Aktion vor dem City-Arkaden in Wuppertal.
kochtopfdemo

Am Freitag und Samstag trifft sich die G20 in Hamburg. Die G20 sind die Staatsoberhaupter von 20 Ländern die meinen, das sie das Recht haben dem Rest der Welt ihre Politik zu diktieren. Die Themen, die die „Mächtigen“ vorschlagen und diskutieren werden, sind die gleichen, die unsere Stadtteile in eine attraktive Beute für profitorientierte Imobilien- und Finanzspekulation verwandeln. Die G20 steht für eine Politik die Gebäuden wie das der Marien 41 in Spekulationsobjekte verwandeln, die die Mieten steigen lässt, damit Leute verdrängt und gleichzeitig kein Raum für soziale Projekte lässt.
 
Im August und September 2014 wurde die Marienstraße 41 zwei mal besetzt und sofort wieder geräumt. Das denkmalgeschützte Haus wurde mit Aluminium-Platten vom damaligen Eigentümer verbarrikadiert, um weitere Besetzungen zu erschweren. Die Stadt Wuppertal hat gegen diesen klaren Verstoß gegen die Vorschriften für denkmalgeschützte Gebäude bis heute nichts unternommen.
Nach jahrelangem Leerstand wollten die damaligen Besetzer*Innen neben bezahlbarem Wohnraum ein soziales Stadteil- und Refugee-Welcome-Zentrum in dem Gebäude realisieren. Doch die Polizei räumte das Haus beide Male nur wenige Stunden nach der Besetzung. Dabei wurden mehrere Personen festgenommen und einige Personen durch Polizeigewalt auf dem Ölberg verletzt.
Aber wofür wurde das Gebäude eigentlich geräumt? Im Jahr 2015 wurde das Haus auf der Marienstraße 41 zwangsversteigert. Neuer Eigentümer wurde die Triacon GmbH aus Braunschweig. Triacon bezahlte rund 136.000 Euro für das Gebäude. Vertreter der Firma behaupteten das Gebäude sanieren zu wollen und es wurde tatsächlich einiges an Bauschutt aus dem Gebäude abtransportiert. Doch die versprochene Sanierung fand nie statt und im Februar 2017 wurde bekannt, dass die Triacon GmbH das Gebäude für satte 225.000 verkaufen möchte.
Ein irrsinniger Preis! Esist zu befürchten, dass die Marienstraße 41 auch in nächster Zeit leerstehen wird. Gleichzeitig gibt nach wie vor einen Bedarf für bezahlbaren Wohnraum auf dem Wuppertaler Ölberg und auch ein Stadtteil- und Refugees-Welcome-Zentrum wären in diesem Viertel wünschenswert. Dies wurde deutlich auf einem Nachbarschaftstreffen am 21. September 2014, bei dem viele Nachbar*Innen das Vorhaben der ehemaligen Besetzer*Innen unterstützten. Nach den diesjährigen Presseberichten über die Verkaufspläne der Triacon GmbH war die Empörung auf dem Ölberg über das gebrochene Versprechen, das Gebäude zu sanieren und wieder in Gebrauch zu nehmen, groß.
Es wird immer klarer, dass wir das Gebäude wohl selbst in Gebrauch nehmen müssen, denn weder Eigentümer Triacon, noch die Stadt Wuppertal hat dies in den letzten Jahren getan. Die solidarische Nachbarschaft in der Elberfelder Nordstadt ist aber auch viel besser in der Lage dazu dem Gebäude eine sinnvolle Bestimmung zu geben. Ein selbstverwaltetes Projekt für Menschen, die schon lange in diesem Viertel leben und Menschen, die neu dazu gekommen sind.
 
Wir rufen dazu auf am 05. Juli um 19:00 Uhr zum Otto-Böhne-Platz in Wuppertal zu kommen um gegen die Politik der G20 und den Leerstand auf dem Ölberg zu protestieren. Wir wollen mit Kochtöpfen laut und deutlich für die Realisierung eines sozialen Zentrums in die Marienstraße 41 protestieren. Kommt zahlreich und nehmt Kochtöpfe mit!
 
Für ein soziales Stadteil- und Refugees-Welcome-Zentrum in der Marienstraße 41!
Solidarität mit den von Repression betroffenen Aktivist*Innen gegen die G 20 in Hamburg!

 

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