Wuppertal: Nach Knapp Zwei Jahren Sind Die Eisbrecher Wieder Da!

Vor etwa zwei Jahren löste sich die Wuppertaler Gruppe „Eisbrecher“ auf. Nun ist die Zeit gekommen, dass wir uns wieder aktiv einbringen. Der Name der Gruppe ist der Gleiche geblieben. Die Eisbrecher haben sich zum Ziel gesetzt die rassistischen und kapitalistischen Verhältnisse aufzubrechen, sowohl lokal, als auch darüber hinaus. Aber die Eisbrecher wollen nach wie vor auch die alten, verkrusteten, lokalen Strukturen aufbrechen. Teile der lokalen Szene werden nach wie vor als in sich geschlossen und abgekapselt empfunden.

Wir laden alle interessierten Menschen zu einem offenen Treffen am Sonntag den 21. Mai 2017 ein. Das Treffen fängt um 16:00 Uhr an. Bei gutem Wetter findet das Treffen draußen auf dem Otto-Böhne-Platz statt, bei schlechtem Wetter im Café Stil Bruch in der Marienstraße 58 (Ecke Otto-Böhne-Platz).

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Eisbrecher Aktion am 30. April 2017

Eine erste, kleine Aktion der Eisbrecher hat am 30. April statt gefunden, als einige Aktivist*Innen eine Mobi-Aktion für den autonomen 1. Mai vor dem Gebäude Marienstraße 41 durchgeführt haben. Die Marienstraße 41 wurde 2014 zwei mal besetzt und danach sofort wieder geräumt. Die Eisbrecher haben diese Besetzungen damals begrüßt und solidarisch begleitet. Es wurden Leerstandsspaziergänge und Nachbarschaftstreffen organisiert.

Als lokale Gruppe werden wir uns aktiv in Wuppertal und insbesondere in der Elberfelder Nordstadt einbringen. Auch jetzt werden wir wieder eine halboffene Struktur sein, damit sich auch neue Leute einbringen können. Neben den klassischen Methoden, wie z.B. Flyer und Plakate, werden wir auch die sozialen Netzwerke benutzen, um Informationen zu verbreiten. Wir sehen die kommerziellen, sozialen Netzwerke durchaus kritisch, halten sie im Moment aber für unverzichtbar, um neue Leute zu erreichen.

Aber warum diese Neugründung? Wir haben nach vielen Diskussionen festgestellt, dass die Eisbrecher in 2014 und 2015 viel bewegt haben. Neben den Aktionen rund um die Hausbesetzungen in der Marienstraße wurden auch viele, weitere Demonstrationen organisiert. Durch die wöchentliche Polit-Kneipe im AZ Wuppertal wurden viele Leute erreicht, die wir bis dahin noch nie gesehen hatten. Außerdem mobilisierten wir auch für bundeweite Aktionen und Demonstrationen. Auch hier erreichten wir Menschen, die sich bis dahin noch nie an solchen Dingen beteiligt hatten. Doch auch der internationale Kontakt war uns wichtig. Deshalb organisierten wir nicht nur Solidaritätsdemos für z.B. den antifaschistischen Widerstand in der Ukraine, sondern kooperierten auch mit Gruppen aus Barcelona und Thessaloniki.

Nach der Auflösung der Eisbrecher im Mai 2015 haben wir es nicht geschafft, all diese Aktivitäten dauerhaft und kontinuierlich in andere Strukturen einzubinden. Deswegen halten wir es für sinnvoll die Eisbrecher als Gruppe mit halboffenen Strukturen wiederzubeleben. Es war diese Art der halboffenen Struktur, die Nachbar*Innen und viele neue Leute dazu gebracht hat, sich politisch zu engagieren.

Wichtige Themen sind für uns u.a. eine aktive und in der Gesellschaft verankerte Gegenbewegung gegen den Rechtsruck auf allen Ebenen. Ebenfalls wollen wir uns für ein soziales Stadtteil-Zentrum in der Nordstadt einsetzen und Spekulationen mit Immobilien, wie z.B. das Haus in der Marienstraße, bekämpfen. Aber auch Polizeiübergriffe in Wuppertal, wie z.B. am 1. Mai 2017 und Racial Profiling Operationen der Polizei wollen wir thematisieren.

Bundesweite Mobilisierungen, wie z.B. die Aktionen gegen die G20 in Hamburg, wollen wir in unsere Stadtteile hinein tragen.

Wir laden alle interessierten Menschen zu einem offenen Treffen am Sonntag den 21. Mai 2017 ein. Das Treffen fängt um 16:00 Uhr an. Bei gutem Wetter findet das Treffen draußen auf dem Otto-Böhne-Platz statt, bei schlechtem Wetter im Café Stil Bruch in der Marienstraße 58 (Ecke Otto-Böhne-Platz).

Mai 2017

Die Eisbrecher Wuppertal

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