#NoHogesa #Hannover: Gemeinsam gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus

1511nohogesahFB_headerAm 11. November wird es im AZ Wuppertal einen Info-Abend über die NoHoGeSa-Aktivitäten in Hannover geben. Nazi Hools und andere rechte Gruppierungen wollen am 15. November in Hannover durch die Stadt marschieren, aber es gibt Gruppen, die sich diesen Nazis in den Weg stellen wollen. Nach der ersten großen HoGeSa-Demo in Köln vor einigen Wochen, bei der ein 4000-5000 großer, randalierender und gewaltverübender Mob durch die Straßen zog und sowohl Journalist*Innen, als auch Antifas und „ausländisch, bzw. alternativ aussehende“ Menschen angriff, ist es umso wichtiger praktische Solidarität mit den linken Strukturen in Hannover und vor allem mit dem Refugeecamp zu zeigen und diesen Mob zu stoppen. 

Der Info Abend im AZ Wuppertal fängt am 11. November um 19:00 Uhr in der Markomannenstr 3 an. Ihr seid alle Herzlich eingeladen.

Wir dokumentieren hier den Aufruf, der auch von uns als Unterstützer*Innen mit unterzeichnet wurde:

 

Gemeinsam gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus

Am 26. Oktober fand in Köln ein Aufmarsch der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) statt. Unter diesem Motto rotteten sich rund 5.000 männerbündische Hooligans und Nazis zusammen, um gegen Muslime und Migrant_innen zu hetzen. Währenddessen gab es rassistisch motivierte Gewalt gegen Anwohner_innen, Antifaschist_innen und Pressevertreter_innen. Es war der größte rechte Aufmarsch in Westdeutschland in den letzten Jahren. Während Medien und Offizielle sich noch über das Gewaltpotenzial wundern und sich fragen, wie es dazu kommen konnte, dass untereinander „verfeindete“ im Selbstverständnis „unpolitische“ Hooligans, zusammen mit Neonazis demonstrieren, wurde für den 15. November bereits der nächste Aufmarsch in Hannover angekündigt.

Unter dem Motto „Europa gegen den Terror des Islamismus“ wollen Rassist_innen für ihre europäische Leitkultur auf die Straße gehen. Denn es ist nicht etwa der Krieg der faschistischen Gotteskrieger des Islamischen Staat (IS) im Irak und Syrien, der sie zu Protesten anstachelt. Es ist die herbeifantasierte „Überfremdung“ Europas durch Menschen islamischen Glaubens. Der Krieg im nahen Osten ist für sie nur der Aufhänger, um bürgerliche Nationalist_innen und Stammtischrassist_innen unter ihrem Banner versammeln zu können. Denn die Angst vor „Überfremdung“ eint all jene, die ihre Zusammengehörigkeit über Blut und Boden definieren und mit angeblich gemeinsamen Werten in Verbindung bringen. Die Nazis und Hooligans nutzen Rassismus und die direkte Gewalt gegen ihre erklärten Feinde, als Ausdruck ihres Machtwillens.

Ähnliche Veranstaltungen für Berlin und Hamburg wurden in den vergangenen Tagen an- und dann wieder abgemeldet. Jetzt wollen die Rassist_innen in Hannover auf die Straße gehen.

Wir sagen: In Hannover lauft ihr auch keinen Meter! Wir haben keinen Bock auf Rassismus! Genauso, wie wir den Feldzug und die Ideologie des IS zum Kotzen finden! Wir rufen deshalb dazu auf, am 15. November gemeinsam gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus in Hannover auf die Straße zu gehen!

Samstag, 15. November
10 Uhr, Steintor, Hannover

 

Erstveröffentlichung:

http://15n.blogsport.de/aufruf/

 

Facebook Veranstaltung Infoabend am 11. November im AZ Wuppertal:

https://www.facebook.com/events/286998688163562/

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